Kellerkind kennt Wayne

Die Bahn - Bringt auch Hopfen nichts

Eingestellt am von Rodney Rehm, überarbeitet am 04.07.2010, 11:45 Uhr
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challo liebe Schweizer und Normalgebliebenen,

heute aus der Serie "Geschichten von, mit und über Kellerkinder":
"Die Deutsche Bahn: wie man's besser nicht macht"

Richtig gelesen: die Bahn, da bringt auch Hopfen nichts. Nicht mal schön saufen kann man sich den Laden.

Der Erste Streich

Die Misere beginnt am Monatsende. Der 30. - mal wieder Zeit sich ein neues Monatsticket zu besorgen. Dass ich den kleinen Schweizer Kanton Schaffhausen durchqueren muss, um von meiner Wohn- zur Betriebsstätte zu gelangen, ist wohl auch für große Konzerne wie die deutsche Bahn kein leichtes Unterfangen. Am Automaten kann ich mein Monatsticket jedenfalls nicht lösen. Und das hat liegt noch nicht mal an der komplett unbrauchbaren Benutzerführung der DB-Self-Service-Terminals. Ich muss also an den Schalter.

Vor mir sehe ich 3 Schalter, 2 davon unbesetzt. Eine hoffnungslos überforderte Dame versucht einer englischsprachigen Kundin mit Händen und Füßen einen Ablauf zu erklären, den die DB-Angestellte selbst nicht verstanden zu haben scheint. Würde mein Zug nicht in wenigen Minuten fahren, fände ich das fast belustigend. Gefühlte zwei Stunden später resigniert die Kundin mit der Absicht, das ungelöste Problem an ihrem Zielbahnhof erneut vorzulegen.

Jetzt sind nur noch 6 andere Kunden vor mir an der Reihe. Die nächste Kundin spricht zwar deutsch, hat aber den Unterschied zwischen Onlinebuchung und persönlicher Beratung nicht verstanden. Das scheint zumindest der Grund für eine viertelsündige Diskussion über günstigere Preise im Internet zu sein. Meinen Zug hab ich zwischenzeitlich übrigens verpasst.

Obwohl der nächste Kunde nur gebrochen deutsch spricht, bekommt er seine Beratung innert weniger Minuten unter Dach und fach. Fast schon... Rekordverdächtig.

Die nächste Kundin wird wohl schon die 70 passiert haben. Neben ihrer BahnCard 50, scheint sie offenbar auch ihr Hörgerät in Stuttgart vergessen zu haben. Die gute wird sich die Tage wohl noch auf weiteren bürokratischen Kontakt mit der ach so hilfsbereiten und kompetenten deutschen Bahn freuen dürfen.

Ich bin an der Reihe. Nach nur 45 Minuten warten. Ich zücke mein Monatsticket und und bestelle das gleiche für den Folgemonat, Zahlung mit Karte. Die Angestellte schaut mich von meiner bestimmten und sichtlich genervten Ansprache etwas eingeschüchtert an. Um ihre Paralyse zu lösen zeige ich in die etwa 15-köpfige Schlange und erkläre, dass die auch noch dran wollen. Noch weiter eingeschüchtert fängt sie an zu tippen, suchen und fluchen.

Ich habe mein Ticket. Ich fasse es nicht. Das nächste besorge ich mir wieder in Schaffhausen, bei den Helvetischen wird eine solch unverschämte Kundenbehandlung nicht toleriert - darauf steht Todesstrafe.

Der Zweite Streich Folgt Sogleich

Wir schreiben den 2. Juni. Freitag. Nach dem schweissgetränkten Bürotag noch ein kühles Blondes in der Bahnhofskneipe. Erfrischend. Herrlich. Wochenende.

Pünktlich für meine letzte direkte Zugverbindung stehe ich am Gleis. Die Anzeigetafel gibt meinen Zug ordnungsgemäß an. etwas irritierend finde ich es allerdings schon, dass mein Zug offenbar auf Gleis 5 statt 3 steht. Laut Anzeigetafel fährt der Gleis-5-Zug jedoch nach "bitte nicht einsteigen", muss irgendwo in den Alpen liegen...

19:34 war vor 5 Minuten. Meine Anzeigetafel zeigt keine Verspätung an. Die erste Wartende verfällt in einen cholerischen Anfall. Die Kopfhörer meines iPhones übertönen das Geschrei mit Klängen von Linkin Park. Ich liebe es™

Die Bahnhofsuhr zeigt 19:45. Der Zug von Gleis 5 ist zwischenzeitlich davon gerollt. Mir schwant übles. Ich surfe auf die Webseite der deutschen Bahn, um eine Beschwerdehotline zu finden. Der regionale Ansprechpartner erklärt mir noch nie von meinem Zug gehört zu haben. Ich kläre die Dame über die Kooperation der deutschen Bahn mit der SBB resp. Thurbo auf. Als dank Ernte ich ein den Hinweis mich bitte direkt an Thurbo zu wenden, da könne mir die Deutsche Bahn so auch nicht helfen. Hallo? Ab Schaffhausen wechselt das Zugpersonal von Schweiz zu deutsch. Aber schön, wenn man anderen die schuld in die Schuhe schieben kann.

Die Anzeigetafel weist nun einen Schnellzug nach Zürich aus. Der Schaffner erklärt mir von oben herab, dass ich ein IC-Ticket für diesen Zug bräuchte. Den darf ich mit meiner Karte also noch nicht mal nehmen. Was ist das denn für ein Laden?

Ich Sitze bereits in der Bimmelbahn nach Schaffhausen, während ich meine Beschwerdemail an Thurbo abschicke.

Zuhause. Nur 1:30 Stunden später als nötig. Vielen dank deutsche Bahn. Ihr könnt euch mit eurem miserablen Service gleich neben die Telekommunikationsunternehmen stellen, die scheißen auch auf den kleinen Kunden.

Vielen Dank fürs Gespräch, chüss

Schon ein Kommentar!

Selfhtml Treffen 2007

Eingestellt am von Rodney Rehm, überarbeitet am 10.03.2008, 11:25 Uhr
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challo liebe Schweizer und Normalgebliebenen,

heute aus der Serie "Geschichten von, mit und über Kellerkinder":
"Verstärkung für die Gallier und das jährliche Selftreffen™"

Es ist Freitag Morgen 07:00 Uhr. Der Wecker klingelt, meine freundin strahlt mich an, ich falle aus dem Bett. Eine kurze Runde Bad und schon geht's Richtung Auto. Ist das nicht locker, wenn man bereits alles am Vortag gerichtet hat? Herrlich. Es zieht mich Richtung Radolfzell Güttingen, wo ich den ersten Anhalter abhole. Stephan wird dieses Wochenende sein erstes Selftreffen über sich ergehen lassen. Kurz und schmerzlos geht es weiter nach Wahlwies, wo ich die beiden Brückenkinder Herr Higi Lopochtli und Frau Tine Lopochtli, sowie Gibtermine abhole.

Gibtermine ist der, bzw. die, vierte im Bunde der Lakeparty-Server. Ein schnieker kleiner SUN FIRE X2100. praktisch die kleinste erhältliche SUN Maschine. Braucht ja auch nicht viel, denn Gibtermine macht es ihrem Vorbild nach. Sie wird die eingehenden Anfragen an die beiden Webserver (Asterix und Obelix) verteilen, sowie den administrativen Bereich (SVN, trac und co.) fahren. Gibtermine wird auch dringend gebraucht. Die beiden Webserver sind derzeit leider völlig ungleich ausgelastet, was der Performance des Systems natürlich nicht viel Gutes tut.

Mit den nächsten drei Anhaltern im Gepäck geht es nun also mit Volldampf nach Düsseldorf ins Rechenzentrum. Wenn wir schon nach Darmstadt zum Selftreffen fahren, können wir ja auch gleich noch einen unbedeutenden Schwenk über Düsseldorf machen. Macht ja nun auch wirklich keinen Unterschied die quängelnden Kinderchens noch 200Km weiter zu kutschieren. Es ist gerade mal Mittag, da schreit es auf den billigen Plätzen »hunger, essen, burger king«. Na gut, gehen wir halt zu Würger King, nicht mein Ding, aber wenn's den Kinners gefällt - meinetwegen.

Lakepartys SUN-Server

Im Rechenzentrum (wir haben nun etwa 15:30 Uhr) gibt es erst mal eine kleine Runde Kaffee mit Holger (dem wirklich sehr netten Vertriebsmenschen), bevor wir uns in die Katakomben aufmachen um dem Gallischen Dorf einen weiteren Einwohner zu verschaffen. Nach nur etwa 2340234 Stunden (also um 19:30 Uhr) ist Gibtermine dann auch im Schrank, verkabelt, ansprechbar und mit der Foto-Session fertig.

In Richtung Darmstag merken wir, dass wir viel zu spät ankommen werden. Auf deutsch: Wenn wir da sind, gibt's nichts mehr zu futtern. Also schreit es wieder mal nach »hunger, essen, burger king«. Ist denn das die Möglichkeit? Ich hatte meine Ration Pappe heute doch schon? Naja, dieses Mal gab es Pappe in nicht-labbrig, aber genau so... schlecht?

Wir kommen in Damstadt an, beziehen unsere Zimmerchens in der Jugendherberge und wandern in Richtung Innenstadt, um die anderen Selfhtml Leute bei ihrer lustigen Runde zu stören. Apropos Zimmer - Jugendherberge mit Dusche/Wc in jedem Zimmer? Nobel geht die Welt zu Grunde.

Im Plückers NT sieht es zuerst recht nett und angenehm aus. Die tropischen Temperaturen sind im hintersten Eck dieser Kneipe jedoch kaum auszuhalten. Unter diesen extremen Bedingungen wird natürlich Eins nach dem Anderen geleert - irgendwo muss der Schweiß ja herkommen. Toll ist hier übrigens, dass die Küche bis 23:00 Uhr geöffnet hat. Wusste natürlich keiner, nein, man wollte ja Würger King. Igitt. Es sind schon fast alle Leute da, bis auf Jeena, aber die ist ja sowieso immer dasdie letzte. Feucht fröhlich geht es in der stickigen Spunte zu - bis Fräulein Ober das Gefühl hat uns abkassieren zu müssen, da sie ja jetzt schließen wollen. Es ist noch nicht mal 01:00 Uhr. Hallo? Wo sind wir denn hier? Da ist ja am doch sehr ländlichen Bodensee noch mehr los. Man will sich aber nicht geschlagen geben und kauft beim Dönermann noch ein paar völlig überteuerte Bier, um noch gemütlich an der Darmstädter Kläranlage sitzen zu können. Die Kläranlage soll wohl von den Eingeborenen als »Badesee« vergöttert werden. Irgendwie ist mir Darmstadt suspekt. Und das nicht mal weil Behn hier wohnt.

Es ist Samstag morgen. 08:30 Uhr. Viel zu früh. Duschen und Kaffee! Irgendwie zotteln wir los. Ich habe keine Ahnung wo es hingeht. Gar nicht weit ist eine gar nicht so schöne Kirche (o.ä.) zu finden. Manch einer will da rein, manch einer findet den daneben liegenden "Biergarten" attraktiver. Es gibt Kaffee. Man vertrödelt die Zeit mit tollen Gesprächen über die Arbeit, vergangene und aktuelle Projekte. Geeks eben. Zwischenzeitlich streitet man sich auch mal, ob Luxemburgisch nun eine eigene Sprache, oder "nur" ein Dialekt ist. Geeks eben. Wir bewegen uns wieder in Richtung Innenstadt. Man munkelt dort gäbe es das Mittagessen, das man am Vorabend bestellen musste, bevor man den zweiten Fuß zur Tür hereinbekommen hatte. Zackig unterwegs, der Marc. Die Bedienungen des kleinen Italieners sehensich mit ca 25.34 Personen leicht überfordert, liefern dann aber doch jedem Teilnehmer etwas essbares. Lecker war das aber schon.

Nach viel Warterei bewegt sich die eine Hälfte in Richtung Frankfurt, um sich dort von Marc die Weltgeschichte erzählen zu lassen. Die andere Hälfte will sich abseilen - im Hochseilgarten. Wald. Bäume. Drahtseile zwischen den Bäumen. Komisches Gebaumel an den Drahtseilen. Plattformen um den Bäumen. Männlichkeittötende Geschirre. Sieht wirklich prächtig aus. Wir verbringen knapp drei Stunden mit dem Herumangeln in luftigen Höhen, überwinden Hindernisse und bewältigen Parcours. So ein Hochseilgarten ist wirklich eine feine Sache. Ich habe zwar ohnehin keine Höhenangst, aber auf 8m Höhe zu bammeln ist wirklich kein Problem. Die Bewältigung des Parcour erfordert neben einer ordentlichen Menge Energie an der einen oder anderen Stelle auch mal ein wenig Hirnleistung. Man ist dermaßen gefordert, dass man die Höhe einfach total vergisst. Spannende Sache, das.

Auf Drängen von Frau Tine - titty - Lopochtli: Erwähnen sollte man wohl auch, wie das im Hochseilgarten so vonstatten ging. Dummerweise haben wir keine Kameras mitgenommen, um die (teilweise wirklich) tollen Szenen in abermillionen von bunten Pixeln festzuhalten. Unser Mimimian™ - der alte Bundler - hat es tatsächlich geschafft seinen Sicherungsgeschirr so anzulegen, dass er von einer Plattform gerettet werden musste, weil die Gurte seine kleinen Glöckchen in Bedrängnis gebracht haben. Das war aber weniger spektakulär als des Krusewitsches Dankeszeremonie am Boden. .oO(ob das Haue gibt?) Auch Fräulein Titty - noch ein kleines Stück kürzer als meinereins - hatte mit dem schwarzen Parcour so ihre Mühen. Wir sind schlicht zu klein. Tine hat es dann schlussendlich zu einem neuen Namen: Verknotine™ gebracht ;) Higi, der lange Lulatsch, hatte mit den für uns prekären Stellen natürlich keine Probleme. Dieses Mistding konnte da einfach durch laufen, als wäre das ein schlechter Scherz. Sourrai™! Die hauseigene Porno-Queen hatte da schon mehr Spaß. Jeena ist zwar auch nicht der kleinste, hat es aber doch bei jedem Seil-Hindernis geschafft seine Kollegen (maßgeblich wohl Gartenjamin) zum Schwitzen zu bringen. Er fand das wohl amüsant sich von den anderen wieder hochziehen zu lassen.

Nach einer ausgedehnten Runde duschen und missbrauch des jugendherbergischen WLANs, geht es wieder in die Stadt. Mal wieder ins Plückers NT. Scheint hier das einzige Lokal zu sein. Darmstadt ist komisch. Nach dem Drahtseilakt haben die meisten einen ganz schönen Kohldampf, woraufhin die Steaks wie am Fließband geliefert werden. Mit einer guten Grundlage und der bereits vorhergesagten tropischen Hitze, wird es wieder flüssig. Das geht ganz gut, bis irgendwer auf die tolle Idee kommt, sich irgendwo mehr Bier zu besorgen und den restlichen Abend an der Kläranlage rumzugammeln. Wo es für 25.34 Hintern auch tatsächlich zwei Bänke gibt. Das wird mir irgendwann zu kalt. Ich verziehe mich in die Jugendherberge, Bett, kaputt, schlafen.

Der Sonntag lässt bereits erwarten, dass er zu einer Tortur wird. Erst gibt es keinen Kaffee mehr, dann muss man für den Kaffee bezahlen. Man wandert aus den Zimmern aus und sitzt dämlich vor der Herberge herum. Man surft die Zeit tot, bis die meisten gegangen und andere (endlichen) angekommen sind. Herrlich. Bereits um 11:30 Uhr dürfen wir Darmstadt endlich verlassen. Wurde aber auch Zeit. Ohne Stau kommen wir recht gut voran. Statt direkt nach Hause zu fahren, machen wir einen "kleinen" Umweg über Sigmaringen. Das Navi(gationsgerät) gehört schließlich nicht mir. Mein Gott, das liegt ja sowas von am Ar**h der Welt. Ich brauche einen Helikopter, dringend.

Nun ist es bereits 19:20 Uhr, ich sitze ins Lottersleben. Die Anhalter sind wieder dort wo sie hingehören. Alles ist gut gelaufen. Prima. Alles? Nicht alles! Der Passat meiner Eltern - doch irgendwie angenehmer, als mein Corsa - hat schon die ganze Fahrt über nicht wirklich Leistung gebracht. Die Maschine kroch Hügelchen mit 80 Km/h hoch. Es fühlte sich an, als würde ich Corsa fahren. Da ist wohl was kaputt. Müsste ich raten (als staatlich anerkannter Mechaniker undso™), würde ich auf den Turbo tippen. Auf der Hochfahrt hatte die Maschine auch schon keine Leistung gebracht, da dachte ich aber fälschlicherweise, dass es an der Zuladung läge. Doofer Turbo, einfach kaputt. Wie dämlich ist das denn?

Alles in allem doch wieder ein ganz nettes Wochenende. :)

Vielen Dank fürs Gespräch, chüss

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Angriff der Gallier

Eingestellt am von Rodney Rehm, überarbeitet am 10.03.2008, 11:26 Uhr
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challo liebe Schweizer und Normalgebliebenen,

heute aus der Serie "Geschichten von, mit und über Kellerkinder":
"Angriff der Gallier - von Mietservern zu eigener Hardware"

Einige haben es schon mitbekommen, andere erleben es seit zwei Wochen jeden Moment. Die Gallier haben zum Angriff geblasen. Gallier? Wer sind denn die Gallier? Majestix, Asterix und Obelix sind die Namen unserer neuen Server. Drei an der Zahl. Drei Mal geballte SUN-Power. Zwei Wochen ist der Umstieg auf die neuen Rechner nun her - Zeit für ein erstes Resümee.

Die Gallier
Die Gallier im Schrank

Majestix ist der Chef - bekannterweise! Majestix verfügt über zwei dual-core Prozessoren (AMD Opteron 285), 16GB Ram und vier SAS-Festplatten im RAID10. Majestix ist der zentrale Datenbank- und Datenserver. Majestix speist Asterix und Obelix mit allem, was sie zur Auslieferung von Lakeparty.de benötigen. Asterix und Obelix sind ein wenig schwächer auf der Brust - auch wenn Obelix seinem Namen da nicht ganz treu wird - er ist nicht der Dickste im Bunde.

Einzug in's gallische Dorf

Es war einmal ein Donnerstag im Dezember 2006. Da Fuhr ein Kellerkind vom schönen Bodensee in den Osten. Im Osten, in Erfurt um genau zu sein, befanden sich die neuen Maschinen. Das Brückenkind#1 hatte die Maschinen 3 Wochen zuvor erhalten und mit Betriebssystem und Applikationen gefüttert. In Erfurt trafen sich also das Kellerkind und die beiden Brückenkinder. Man verbrachte eine eher verschlafen und leicht angetrunkene Nacht zwischen einer ganzen Armee von lärmenden Servern, Workstations und Laptops. Freitag morgens brach man - wie üblich viel zu spät - in Richtung Westen auf. Düsseldorf, die neue Heimat der Gallier.

Das gallische Dorf

Das gallische Dorf ist unsere Bezeichnung für das Rechenzentrum, in welchem die Gallier Unterschlupf gefunden haben. Das sehr schnieke Rechenzentrum von Level3 Düsseldorf (Mesh-Solutions) bietet alles, was das Hoster-Herz begehrt. Direkter persönlicher Zugriff - wann immer wir wollen. Um Sonntag Nacht um drei Uhr an seinen Schrank zu können, braucht man auch nur durch 2 Sicherheitsschleusen laufen. An der ersten registriert man Badge (Zugangskarte) und gibt seinen PIN-Code an, an der zweiten registriert man abermals den Badge und lässt seine Hand scannen. Da kommt man sich gleich vor, als wäre man im Top-Secret-Labor irgendeines Geheimdienstes.

Patzer und Pannen

Unser (in der Regel hochgelobtes) Brückenkind hat es in Sachen Linux-Administration ja grundsätzlich drauf. Aber wer es trotz mehrfachen Hinweisen in #selfhtml nicht hinbekommt die Boot-Parameter richtig zu setzen, der gehört hier einfach erwähnt. Vor allem dann, wenn man wegen nicht bootender Maschinen zwei der neuen Server mit nach Dortmund nimmt, um sie dort von einem weiteren Kellerkind (also DEM Kellerkind-Kruse) reparieren zu lassen - was dann auch satte 45 Minuten dauert. ;)

erste Zahlen und Erfahrungen

Drei-Wetter-SUN -- und die Frisur sitzt!

Wie erhofft geben die SUN-Server ordentlich Gas. Über 2'000 Benutzer simultan sind keine Seltenheit mehr - und die Server halten. Bei 2'500 simultanen Benutzern haben wir einen Load von 2-3 (Load: Prozesse die auf Ausführung warten). Da geht also noch ne ganze Ecke, bis wir wieder von Überlastung sprechen können. Auch die Anbindung im Rechenzentrum ist klasse. Die Geschwindigkeit ist hoch - und stabil.

Resümee

In den letzten beiden Wochen hat man erkennen können, wie wichtig es ist Leute zu kennen, die wissen wovon sie sprechen. In der Vergangenheit trat man der Anschaffung eigener Hardware immer mit Ablehung gegenüber - nicht zuletzt, weil es eine riesig finanzielle Investition ist. Man hat - mittels der Hilfe dritter - erkennen können, was es bedeutet mit richtigen™ Maschinen arbeiten zu können und welche Vorteile das mit sich bringt. Nun muss sich diese Investition nur noch amortisieren - dann sind auch die letzten glücklich.

Vielen Dank fürs Gespräch, chüss

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Rauch(freie) Zone

Eingestellt am von Rodney Rehm, überarbeitet am 10.03.2008, 11:26 Uhr
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challo liebe Schweizer und Normalgebliebenen,

heute aus der Serie "Geschichten von, mit und über Kellerkinder":
"Von der Rauchfreien Zone zur Raucherecke"

Was fällt einem Raucher beim Begriff Öffentliche Einrichtung als erstes ein? genau! "Bitte draußen rauchen". Unter diesem Motto lebt unsere Uni Konstanz schon eine längere Zeit. Weder die Raucher stören sich daran die Pause vor der Türe zu verbrinen, noch stören sich die Nichtraucher an den Rauchern. Alles ganz normal, möchte man meinen. Nicht ganz, einige wissen's besser und bauen den Rauchern eine eigene Hütte ins Haus.

Racherecke - Smoke & Talk - Frontal

Als ich das erste mal (hungrig auf dem Weg zur Mensa) an dem Kabäuschen vorbei schlenderte, fragte ich meinen Kommilitonen beiläfig, ob man seine Parktickets nun nicht mehr im Parkhaus zahlen muss. Auf dem Retour-Weg fiel mir dann die Zigarette auf. Natürlich stellte ich mich gleich experimentierfreudig in das Kabuff und steckte mir eine Zigarette an.

Racherecke - Smoke & Talk - Poster

Innerhalb der offenen Bushaltestelle verspürt man einen ganz dezenten Luftzug. Außerhalb des Hühnerstalls, riecht man nichts. Nichts! Mehrere Passanten bestätigten die Beobachtung meines Kommilitonen. Zuständig dafür ist wohl neben dem Abzug und Luftfilter auch der Luftvorhang. Dabei wird wohl ein Luftfilm von oben nach unten geblasen, was das Austreten des Rauchs verhindert. Nett! Selbst die Aschenbecher verfügen über eine Absaugvorrichtung. Edel geht die Welt zu Grunde.

Racherecke - Smoke & Talk - Aschenbecher

Interessant ist allerdings das lästige Verhalten der militanten Nichtraucher-Passanten. Trotz des nicht vorhandenen Gestanks mosert es an jeder Ecke, warum man den "verdammten Rauchern schon wieder entgegenkommt. Kaum da die Rauchfrei-Politik versagt hat..."

Wer mehr zu dieser tollen Einrichtung erfahren möchte, kann mal beim Hersteller Talk & Smoke vorbei schauen.

Für mich ist diese aufgemotzte Hundehütte nichts. Den Nichtrauchern zur Schau stehen ist nicht so ganz mein Ding. Abgesehen davon, wozu raucht man den? klar! Damit man vor die Tür muss, zwecks Frischluft undso™.

Vielen Dank fürs Gespräch, chüss

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Ein Hauch von Urlaub

Eingestellt am von Rodney Rehm, überarbeitet am 10.03.2008, 11:26 Uhr
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challo liebe Schweizer und Normalgebliebenen,

heute aus der Serie "Geschichten von, mit und über Kellerkinder":
"Ein Hauch von Urlaub"

Urlaub? Ja, richtig gelesen. Obwohl Relax-Urlaub wirklich nicht auf meiner Liste meiner Lieblingstätigkeiten steht, entferne ich mich für ein paar Tage und verlasse die Arbeitswelt. Ziel ist ein Campingplatz in Verbania, Italien. Der Campingplatz liegt am Lago di Mergozzo, einem Nebensee des Lago Maggiore. Obwohl die Webseite nicht viel Gutes erwarten lässt, ist der Campingplatz recht nett gemacht und hat einen schönen Zugang zum See.

Dienstag, 12. September 2006

Ich kenne Zürich und seine Autofreundlichkeit. Deshalb Fahre ich auch lieber Nachts um viertel vor Elf von Lottstetten los. Dass wir die Nacht im Auto verbringen müssen, werden wir schon verkraften. Wie erwartet sind die Strassen frei und wir kommen in Rekordverdächtigen 30 Minuten durch Zürich. Die Fahrt verläuft ruhig und entspannt, bis uns ein riesiges Schild klar macht, dass der Gotthardtunnel über Nacht gesperrt ist. Na Klasse! Wie viel Freude ich mit meinem 60PS Corsa doch am Gotthardpass haben werde. Ganz Großes Kino. Aber auch der Pass ist nichts, was man nicht mit genügend Zeit und heulendem Motor bezwingen könnte. Wir freuen uns über die vielen schönen und engen Kurven - Sandra wird doch von sowas schnell übel. Ohne qualmendem Motor und ohne sonstiger lustiger Vorkommnisse rollen wir die andere Seite des Passes wieder herunter. Ohne uns zu verfahren landen wir auch ziemlich bald am Lago. Schön so ein See im Mondschein. Die engen und kurvenreichen Straßen bieten sich wunderbar an, mit 2 italienischen Autos die Fahrgewohnheiten der Italiener zu erkunden. Einfach herrlich, wie die Damen des einen Wagens sich um die Führung mit den Herren des zweiten Wagens streiten. Ein Überholmanöver nach dem anderen. Und das an Stellen, an denen sich kein normaler Mensch trauen würde auch nur 1 Km/h zu schnell unterwegs zu sein. Kurze Zeit später erreichen wir unser Ziel und stehen vor dem Campingplatz. In Ermangelung eines offenen CheckIn-Schalters schlafen wir im Auto. Die Fahrtzeit betrug lockere 4 Stunden.

Mittwoch, 13. September 2006

Vom Lärm der an- und abreisenden Urlauber geweckt, machen wir uns auf den Weg zum Schalter um uns anzumelden. Wir bekommen einen Platz direkt am See. Da das Zelt der Rehmfamily nicht auffindbar war, habe ich mir ein Zweimann-Iglu-Zelt von Bekannten ausgeliehen. Den Rat das Zelt vor dem Urlaub mal aufzubauen um es zu prüfen, habe ich natürlich ausgeschlagen. Ich weiss es ja schliesslich besser. Das Zelt wird auf dem sandigen Boden ausgebreitet, schnell sind die Standen drin und das Teil steht. Beim Reinklopfen der Heringe bediene ich mich eines flachen Steines -denn den Gummihammer für diese Zwecke hat man ja auch Zuhause liegen lassen. Ich habe noch nicht mal den ersten Hering versenkt, da werde ich auch schon vom Nachbar begrüsst. Er reicht mir einen Zimmermannshammer. Dieser Umgang unter Campern erstaunt mich immer wieder aufs neue. Sehr soziale Menschen - richtig nett. Der erste Blick ins Zelt ist da schon weniger erfreulich. Die wände sind dunkelbraun vor Sporen und an einer Wand hängen sogar ein paar vertrocknete Nachtfalter. Lecker! Flink werden noch ein paar Sachen ins Zelt geworfen und dann ab an den See. Faul wie wir sind, bleiben wir den ganzen Tag dort liegen. Halbschlafend in den Schatten verkrochen - Sonne ist ja schliesslich nichts für meine zarte weisse Haut. Nach dem Abendessen verkriechen wir uns dann auch gleich ins Zelt. Urlaub ist ja schliesslich auch nur ein Synonym für schlafen.

Donnerstag, 14. September 2006

Mitten in der Nacht wache ich von ein wenig Geplätscher auf. Es regnet leicht. Nichts neues, der Wetterbericht hatte ja angekündigt, dass es Vormittags zu leichten Schauern kommen wird. Bei der Hitze kann so ein kleiner Schauer am Morgen ja auch recht angenehm sein. Schnell merken wir,dass der leichte Schauer doch ungelegener kommt, als erwartet. Das Zelt ist undicht und Sandras Reisetasche steht auch recht schnell unter Wasser. Trotz des Tröpfelns von der Decke und der feuchten Kissen und Schlafsäcke versuchen wir noch eine Runde zu schlafen. Nicht so erfolgreich beim Vorhaben Schlaf beschliessen wir uns schnell das Zelt zu verlassen und einen Kaffee trinken zu gehen. Die Stimmung hat sich unserem Zelt angpasst - einfach abgesoffen. Mit nassen Kleidern und undichtem Zelt macht das aber alles keinen Spass mehr. Den Wetterbericht hat man zwischenzeitlich auch korrigiert. Von leichten Schauern am Vormittag wechselte das Programm zu 4 Tage Dauerregen. Von allen guten Geistern verlassen, beschliessen wir uns wieder auf die Heimreise zu begeben. Regen gibts ja schliesslich auch daheim.

Im Schneckentempo fahren wir am Lago Maggiore entlang. Lauter unsichere Camper fahren ihre grossen Wohnmobile mit angezogener Handbremse. Endlich die Autobahn erreicht, ist mir das aber auch egal. Ich geb Gas ich geb Gas, ich hab Spass, ich hab Spass. Zumindest für eine kurze Zeit kann ich mit angenehmer Geschwindikeit an den ganzen Wohnmobilen und Wohnwägen vorbeiziehen. Wie könnte es auch anders sein? Vor dem Gotthardtunnel stellen wir uns ganz brav in den ca. 1242346234Km langen Stau. Schon kurze anderthalb Stunden später erreichen wir das Ende des Staus und fahren in den Tunnel ein. Ganz schön lang der Tunnel - 17Km unter Tage. Die Luft ist zum Schneiden, die Wagen vor mir Trödeln und meine Laune sinkt ins Bodenlose. In Höhe Luzern (am schönen Vierwaldstättersee) hat sich meine Laune erholt. Für den nächsten Dämpfer sorgt ein Blitzer. Na das wird auch keine billige Angelegenheit. Bis Zürich fahren wir ereignislos durch. Anfangs sprach ich doch vom Autoparadies Zürich, nicht? Ich habe zwar schon öfter eine Ecke länger durch Zurüch gebraucht, aber heute ist der Abschuss. Wir parken uns durch die Stadt. Nach 5 Meter rollen, kann man den Moto wieder abstellen. Einfach Herrlich. Nach nur 6,5 Stunden Fahrtzeit erreichen wir Lottstetten.

Sollte ich mich wieder mal von meiner Freundin zu Entspannungsurlaub überreden lassen, werde ich mich auch gleich zum All-inclusive-Urlaub auf [insert some popular destination here] breitschlagen lassen. Das kostet im Endeffekt auch nicht wesentlich mehr, dafür hat man tatsächlich weniger Stress. Ich liebe Urlaub!

Vielen Dank fürs Gespräch, chüss

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(un)bewusst?

Eingestellt am von Rodney Rehm, überarbeitet am 10.03.2008, 11:26 Uhr
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challo liebe Schweizer und Normalgebliebenen,

heute aus der Serie "Geschichten von, mit und über Kellerkinder":
"unbewusst bewusst"

Mein Bruder hat nun endlich eine Lehrstelle gefunden und tritt heute morgen sein zweiwöchiges Praktikum an. Da die Firma Hausi, der zukünftige Arbeitgeber meines Bruders, etwa 23 Kilometer von Lottstetten entfernt liegt, muss ihn jemand zur Arbeit fahren. Meine Eltern befinden sich momentan im Urlaub, was mich als alleinigen Führerscheininhaber zurücklässt.

*RINGRING* Mein Wecker klingelt um 06:00 Uhr. Ich schrecke auf und bin "wach". Den Wecker stelle ich sofort in den klingel-in-zehn-Minuten-nochmal Modus, um meine Freundin nicht zu wecken. Ich erinnere mich sofort daran, dass ich erst um 06:45 Uhr losfahren muss, also lasse ich meinen Kopf wieder ins Kissen fallen.

Ich laufe zu meinem Bruder ins Zimmer; er schläft noch. Über seine unpünktlichkeit erzürnt wecke ich ihn mit den Worten "auf jetzt, sonst kommst du zu spät zum Schaffen". Er erwiedert er habe doch am vorigen Abend schon erklärt, dass der Plan geändert wurde und er erst ab nächster Woche arbeiten gehen müsse. Genervt wackle ich zurück in mein Zimmer und lege mich wieder hin.

*RINGRING* Mein Wecker klingelt schon wieder. Moment mal? War ich wirklich in Robins Zimmer? Die nächsten Minuten versuche ich - immernoch im Bett liegend - herauszufinden, ob ich mir nur eingebildet habe mit meinem Bruder gesprochen zu haben, oder ob ich tatsächlich drüben war. PLötzlich höre ich Geräusche aus dem Bad, welches übrigens genau neben meinem Zimmer liegt. Also doch geträumt.

Passenderweise habe ich am Vortag einen kleinen Teil einer Reportage über den Schlaf gesehen. Warum man direkt nach dem Aufstehen noch nicht "ganz da" ist. Während des Schlafes dominiert das Unterbewusstsein und das Bewusstsein liegt im Koma. Beim Aufwachen kämpfen Unterbewusstsein und Bewusstsein um die Dominanz, weswegen wir im sogenannten Halbschlaf auch nur bedingt zurechnungsfähig sind.

Egal wem ich die Geschichte erzähle, entweder werde ich mit "du fauler Sack" ausgelacht, oder man wirft mir "sei froh, dass du nicht geträumt hast, du würdest auf dem Klo sitzen" an den Kopf. Euch werd ich nochmal was erzählen.

P.S.: Mein Weckton wird übrigens von Rammstein geliefert; ich muss zerstören! Damit die Stimmung auch gleich auf Touren kommt *grins*.

Nachtrag:
Offenbar verstehen manche diesen Artikel nicht wie erwartet. Ich musste tatsächlich aufstehen, ich habe den Besuch bei meinem Bruder also nur geträmt. Lustig fand ich hierbei lediglich, wie mein Unterbewusstsein versucht hat mich im Bett zu halten. :)

Vielen Dank fürs Gespräch, chüss

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OpenAir Lottstetten

Eingestellt am von Rodney Rehm, überarbeitet am 10.03.2008, 11:26 Uhr
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challo liebe Schweizer und Normalgebliebenen,

heute aus der Serie "Geschichten von, mit und über Kellerkinder":
"Yet another Party auf dem Land"

Es ist vorbei. Wir haben es geschafft. Das OpenAir Lottstetten 2006 ist ohne grössere Komplikationen über die Bühne gebracht worden. Etwa 800 zahlende Gäste haben die 13 Bands an den beiden Tagen bestaunt. Die Veranstaltung verlief verhältnismässig ruhig - was wohl nicht zuletzt an den Securities liegt, welche dieses Jahr zum ersten Mal das Gelände überwachten.

OpenAir Lottstetten 2006

Securities? Eigentlich keine speziell erwähnenswerte Geschichte. In unserem Fall jedoch schon. Am OpenAir Lottstetten gab es noch nie Sicherheitskräfte. Bislang waren einfach keine Nötig. Im Gegensatz zu all den anderen Veranstaltungen, mit denen ich übers Jahr so zu tun habe, bei denen immer Securities vor Ort sind, war das OpenAir Lottstetten in den vergangenen Jahren eine eher friedliche Veranstaltung.

Um unseren Helfern ein wenig Arbeit abzunehmen und den gesetzlichen Bestimmungen gerecht zu werden, haben wir uns jedoch 2006 dazu entschieden nicht auf Sicherheitskräfte zu verzichten. Nicht nur um randalierende Betrunkene in Schach zu halten - welche nicht wirklich auffällig wurden - sondern auch um die Eintrittskontrollen zu übernehmen. Die oberste Direktive des OpenAir Lottstetten lautet: "Glasfreies Gelände". Ausserdem steht dieses Jahr der Jugendschutz fett geschrieben über dem Eingang.

Nun begab sich eine (mir bekannte) Familie in Begleitung zweier minderjähriger Freunde des Sohnes ans OpenAir Lottstetten. Die Mutter hatte offenbar eine mündliche Übertragung der Aufsichtspflicht für die beiden kleinen Begleiter bekommen. Aus rechtlicher Sicht ist das (für uns Veranstalter) leider nicht ausreichend. Da auch auf dem Land die allgemein bekannten deutschen Gesetze gelten, wurden die Ausweise der Minderjährigen eingezogen, damit diese pünktlich um 24:00 Uhr die Veranstaltung verlassen würden.

Eine riesen Diskussion mit den Securities wurde vom Zaun gebrochen, sodass ich (als Zuständiger für die Securities) herbei gefunkt wurde. Die Mutter - uneinsichtig bis zum geht-nicht-mehr - war entzürnt und wollte einfach nicht verstehen wobei es hier ging. Um den Schutz der Jugend. Sie argumentierte, dass es am OpenAir - und generell an Veranstaltungen im Umkreis - noch von Belang war, Minderjährige um 24:00 Uhr nach Hause zu schicken.

Die Securities blieben hart und auch der plöte Veranstalter blieb "uneinsichtig". Die Mutter glaubte sich im Recht und stapfte empört davon. Wie schön ich das finde, wenn sich Eltern am Jugendschutzgesetz stören. Offenbar hat man hier den Knall noch nicht gehört. Willkommen auf dem Land.

Die Menschen auf dem Land ticken einfach eine Runde anders. Sie beschweren sich, wenn man sich nicht "mit ruhigem Gewissen" an einer Party volllaufen lassen kann, weil ja jemand auftauchen könnte, der einem seine Faust etwas näher zeigen möchte. Und auf der anderen Seite stören sie sich dann am Sicherheitspersonal. Die Menschen beschweren sich, wenn man an einer Party von (betrunkenen) Kindern überrant wird. Der Veranstalter solle doch gefälligst nicht so geldgeil sein, an der Bar sein Geschäft mit den Kleinen zu machen. Und auf der anderen Seite stören sie sich dann an der (strikten) Einhaltung des Jugendschutzgesetz.

Wenn man mal von dieser - und einigen anderen - Geschichten mit den Securities absieht, gab es keine weiteren lustigen Vorkommnisse. Nun, vielleicht doch.

Sonntag morgen - exakt 06:05 Uhr - laufe ich von der Bar in Richtung Eingang um meine Aufgaben im Bereich Finanzfluss für den zweiten Veranstaltungstag abzuschliessen. Als ich noch etwa 20 Meter vom (geschlossenen) Eingangstor entfernt bin, steht auf einmal der olivgrüne Lada eines bekannten vor dem Bauzaun. Er spielt mit dem Gas und lässt den Motor aufheulen. Ich laufe etwas schneller, um ihm das Tor zu öffnen. Einen kurzen Moment später gibt der gute Gas und überfährt den Bauzaun. "Die Rache für die Securities" hat zugeschlagen. Weitere Details erpare ich uns einfach mal, da die Angelegenheit bereits geklärt scheint.

Nächstes Jahr werden wir jedoch nicht darum herum kommen, eine Warntafel am Haupteingang anzubringen. "Achtung Gefahr! Dieser Bauzaun könnte überfahren werden."

Alles in Allem doch ein gelungenes Fest mit dem einen oder anderen Highlight.

Vielen Dank fürs Gespräch, chüss

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ver-apple-t

Eingestellt am von Rodney Rehm, überarbeitet am 10.03.2008, 11:26 Uhr
Eingeordnet unter: Geschichten

challo liebe Schweizer und Normalgebliebenen,

heute aus der Serie "Geschichten von, mit und über Kellerkinder":
"Wie man seine Mutter ver-apple-t"

Seit wir 1998 in Amerika einen Mac G3 Beige gekauft haben, ist dies der "Familien-Rechner" gewesen. Da mittlerweile jeder seine(n) eigenen Rechner besitzt und benutzt, ist der Mac in den ausschliesslichen Gebrauch meiner Mutter übergegangen. Wir schreiben das Jahr 2006 und "good old" Mac ist immernoch im Einsatz.

Der Mac ist zwar in das Familien-Netzwerk integriert, meckert bei tollen Dingen wie Videos anschauen oder einen richtigen[tm] Browser bentzen mächtig rum. MacOS 9 ist schuld. OS X lässt sich aber auf der uralt 300Mhz Maschine nicht installieren. Die meisten OS 9 Programme kann man mittlerweile nicht mal mehr herunterladen. Nun nörgelt meine Mutter schon seit Monaten an ihrem Rechner und meiner Unfähigkeit Ihre Kiste auf vordermann zu bringen.

Ich bin normalerweise nicht der große "Geburtstagsfanatiker und Geschenkemacher". Heute mache ich eine Ausnahme. Kurzerhand meine Oma, Vater und Bruder angerufen und die Finanzierung der Aktion klar gemacht. Ein Mac Mini ist zum Ziel erklärt worden.

Apple Mac Mini

Die Kohle ist da, also raus mit der Bestellung. Sonntag Abend geht die Bestellung raus, am Montag erhalte ich die Bestätigung. Mittwoch morgen teil mir Apples CustomerCare mit, dass meine Ware in etwa 12 Tagen versendet wird. Ich bin etwas über die lange Wartezeit erzürnt, bekomme von meinen SELFHTML Kollegen nur ein "das ist völlig normal" zu hören. Noch am selben Tag trudelt die nächste eMail vom CustomerCare ein, meine Ware wäre eben versendet worden. Bitte? Freude! Voraussichtlicher Liefertermin: Freitag.

Am Donnerstag (Feiertag in BW) erhalte ich eine eMail vom CustomerCare, welche mich auffordert mich telefonisch mit ihnen in Verbindung zu setzen. Man teilt mir mit, dass eine neue Werbekampagne lanciert wird und ich von dieser noch profitieren darf. Ich weiss nichts von dieser Kampagne und bekomme 70 Euro rückerstattet. Nett!

Es ist Montag und der UPS-Mensch klingelt. Äußerst gestresst wirkend drückt er mir 2 Päckchen in die Hand und hetzt nachdem ich ihm meinen Gustav August ins Gerät gekritzelt habe weiter zum nächsten Kunden.

Apple Mac Mini

Schnell ausgepackt, entpuppt sich die kleine Kiste noch kleiner, als erwartet. Was ein "Desktop-Rechner".

Apple Mac Mini

Ich nutze meine freie Zeit von Montag bis Donnerstag um den zukünftigen Computer meiner Mutter zu konfigurieren, ein bisschen Software zu installieren und ein wenig mit dem mir bislang fremden MacOS X herumzuspielen.

Donnerstag fahre ich - wie eh und je - übers Wochenende zu meinen Eltern nach Lottstetten. Meine Mutter ist an irgendeiner Gemeindeversammlung und ich habe genügend Zeit den Mac Mini unter den Bergen von Akten zu verstecken. Der Rechner ist gestartet, Maus und Tastatur hinter den Schreibtisch gehängt und der alte G3 steht immernoch am selben Ort. Vor dem Bildschirm liegen natürlich Maus und Tastatur vom G3. Gegen 22:00 kommt meine Mutter (die übrigens Marion heißt) nachhause und stellt fest, dass der nächste Bildschirm den Geist aufgegeben hat. Schwach blau schimmernd zeigt der Monitor nichts, wenn der Mac G3 aus dem "sleep-mode" geholt wird.

(nach oben schreiend) Rodney?! Hier ist der nächste Bildschirm kaputt!

Kann ja gar nicht sein. Was hast du denn jetzt schon wieder kaputt gemacht?

Nichts! Ich wollte doch nur meine Mails lesen.

Sie tippt auf der Leertaste rum und bewegt die Maus um mir zu zeigen, dass der Monitor kein Bild anzeigt. Ich verkneife mir mein Lachen und hole die neue Tastatur hinter dem Schreibtisch vor. Während der Bildschirm gerade anfängt ein Bild anzuzeigen erkläre ich ihr herablassend und mit einem fiesen Grinsen:

Ich würde halt auch die richtige Tastatur benutzen.

Ähm. Was hast du mit meinem Computer gemacht? Das sieht alles so anders aus?!

Ich hab dir Mac OS X installiert - und das funktioniert halt nur mit der neuen Tastatur und Maus.

Aha?! Mac OS X? Auf meinem alten G3? Und das funktioniert?

Na siehste doch!

Hast Du ‘ne neue Festplatte oder Motherboard installiert?

Während ich den Kopf schüttle läuft sie um den Schreibtisch um festzustellen, dass ihr G3 läuft und immernoch sehr verstaubt ist.

Ja, was jetzt? Wie soll das dann gehen?

Mein Vater erhebt sich vom Fernseher und verlässt uns mit den Worten "Emulieren nennt man das".

Nun gänzlich verwirrt versucht meine Mutter noch ein paar geistreiche Fragen zu stellen, scheitert aber mit jeder Theorie aufs neue. Ich lasse sie noch ein Weilchen zappeln und erfreue mach an meinem süffisanten Lachen. Ich hebe einen Stapel Akten an und erkläre Ihr:

Eigentlich solltest Du das erst zum Geburtstag bekommen. Aber das Zeugs kam am Montag schon und da konnte ich nicht mehr widerstehen... Das "Mac-Projekt" für die Uni, für welches ich Deinen alten G3 ausleihen wollte, ist jetzt auch hinfällig. Das war nur ‘ne Ausrede, damit ich in Ruhe die Programme aufspielen und Deine Daten rüberziehen kann. Ist eine "Gemeinschaftsprojekt" von allen. Jetzt weißt Du auch warum ich Omis Telefonnummer haben wollte, was das mit meinem Gespräch mit Vater über den "USB-Stick" auf sich hat und warum Robin pleite ist...

Meine Mutter steht kurz vor den Freudentränen und ich mache mich aus dem Staub. Ich hatte meinen Spaß, nun soll sie ihren neuen Rechner auskundschaften.

Etwa 3 Wochen imformiert mich meine Freundin, dass sich meine Mutter gefreut habe, dass sie ihr gratuliert hat. Etwas perplex frage ich warum sie meiner mutter gratuliert hat. Ich telefoniere schliesslich schon den ganzen Tag mit meiner Mutter und weiss von nichts. Zum Geburtstag gratuliere ich meiner Mutter dann beim fünften Gespräch auch beiläufig.

Vielen Dank fürs Gespräch, chüss

Wuhu! Drei Kommentare!

Sprache

Eingestellt am von Rodney Rehm, überarbeitet am 10.03.2008, 11:26 Uhr
Eingeordnet unter: Geschichten

challo liebe Schweizer und Normalgebliebenen,

heute aus der Serie "Geschichten von, mit und über Kellerkinder":
"Sprachen und ihre Diffikultäten"

Heute ist es schon wieder passiert! Meine Mutter macht sich über mich lustig - eigentlich ist das nichts neues, machen schliesslich genügend andere Leute auch - aber hier hat sie ausnahmsweise mal recht.

... ja, er hat sich wirklich gebessert. Man könnte sagen er hat sich um 180 Grad gedreht. Seit ich das Gespräch mit seiner Frau überhöhrt habe, ist er wie ein neuer Mensch.

Du hast das Gespräch überhört?

Ja, Sie sassen im Nachbarraum und haben recht laut gesprochen.

Du hast das Gespräch überhört?

Sagte ich das nicht gerade?

You mean you overheard the conversation?

Ähm, ja?

Pretty weird kind of denglish...

Was denn? Was ist denn an überhört jetzt bitte denglisch?

Du kannst ein Gespräch überhören, oder du kannst es zufällig mithören. Im ersten Fall wirst du aber nichts vom Gespräch mitbekommen...

Ich bin jetzt satte 8 Jahre wieder in Deutschland und muss meine Gedanken immernoch auf Deutsch übersetzen? Kann doch alles nicht wahr sein.

Vielen Dank fürs Gespräch, chüss

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GEMA - Grundsätzlich Ein Monetärer Aufwand

Eingestellt am von Rodney Rehm, überarbeitet am 10.03.2008, 11:26 Uhr
Eingeordnet unter: Gedanken

challo liebe Schweizer und Normalgebliebenen,

heute aus der Serie "Geschichten von, mit und über Kellerkinder":
"Was für ein kapitalistisches System!"

Ich bleibe meiner Linie bleibt weiter treu, das Blog wird jedoch mit diesem Bericht um die Kategorie Gedanken erweitert. Ich bemühe mich meine Gedanken zunächst mit Dritten zu diskutieren und ordentlich zu recherchieren, übernehme jedoch keine Haftung für totale Korrektheit und Vollständigkeit.

Wie so mancher bereits weiss, beschäftige ich mich neben WebDevelopment, meinem Studium, Lakeparty.de auch noch dem Lottstetter OpenAir. Und zu eben diesem OpenAir gibt es nun Verkrampfungen meiner Interneuronalen Synapsen. Nicht etwa weil bei uns etwas schief gelaufen wäre - viel mehr weil ich mich gerade mal wieder über Vater Staat ärgern musste.

Ich wurde in den letzten Jahren immer wieder von Gästen des OpenAirs dazu angehalten auf der Webseite nicht nur die auftretenden Bands zu nennen und Links zu ihren jeweiligen W ebseiten zu liefern, sondern auch gleich noch Demo-Tracks zur Verfügung zu stellen. Zugegeben, man könnte sich die Demos auch einfach auf den Seiten der Bands zu Gemüte führen - die Zentrale Probehör-Ecke hat dennoch das gewisse Etwas.

Vor längerer Zeit ist mir ein ganz netter MP3-Player zur einfach Integration in Webseiten aufgefallen. Da ich es nicht wirklich mit Flash habe, war thoralf so freundlich mir den OpenSource Player farblich anzupassen. Die Seiten über die auftretenden Bands haben tatsächlich etwas dazugewonnen.

Da ich mir die Demo-Tracks natürlich nicht selbst zusammen singen kann, habe ich die betreffenden Bands angefragt und bereitwillig Material zur Verfügung gestellt bekommen. So weit so gut.

Doch eine eMail des Promtionpartners einer etwas bekannteren - und definitiv GEMA-gelisteten - Band brachte mich etwas ins Grübeln. Man wies mich darauf hin, dass viele Musiker es vorziehen Dienste wie myspace.com bevorzugen würden um ihre Demos unters Volk zu bringen. Und warum dieser Umweg? Weil die GEMA für Demos im Internet kassiert.

Zwar kassiert die Gema nur auf komerziellen Webseiten, wenn dort GEMA-gelistete Songs angeboten werden, aber das schon bei Tracks bis max. 45 Sekunden Länge.

Eine komerzielle Webseite unterscheidet sich in sofern von einer nicht komerziellen Seite, als dass das Angebot von Waren oder Dienstleistungen jeglicher Art über eine Website, die Werke aus dem GEMA-Repertoire enthält . Das Dokument Tarif VR-W 2 gibt es auf der zum Download.

Wenn ich nun meinen gesunden Menschenverstand aktiviere, stelle ich fest, dass das Angebot auf der Webseite von Meet The Beat Einrittskarten online zu bestellen voll und ganz in diese Electronic-Commerce Sparte fällt. Würde Meet The Beat also Demo-Tracks (sogenannte Prelistenings) auf seiner Webseite anbieten, dürfte es keinen online Kartenvorverkauf geben, oder man müsste die 150 Euro (netto und eher mehr) an die GEMA zahlen. Konkrete Zahlen möchte ich zwar nicht nennen, aber für die Veranstaltung alleine fliessen schon hunderte Euro in die GEMA-Kassen.

Wir können das Spielchen noch ein wenig weiter treiben, denn nicht nur wir als Veranstalter müssen hier einen Strich ziehen, sondern auch die Musiker selbst. Wer über seine Webseite auch CDs oder Merchandising verkauft, braucht eine kommerzielle Lizenz. So schreibt Netzwelt in Ihrem Bericht GEMA-Panik: 25.000 Euro für Promo Downloads?

Ich werde jetzt wohl die Bands über diesen Umstand (auch Zustand, Missstand oder katastrophaler Schwachfug) informieren müssen und sie darum bitten ihre Songs auf Services wie myspace.com online stellen, damit ich diese Seiten dann verlinken kann.

Grundsätzlich Ein Monetärer Aufwand! Das Ansehen dieser Vereinigung von abzockern sinkt immer weiter in den Keller. Wenn das derart rasant weiter geht, hat die GEMA demnächst die GEZ überholt.

Ich wander aus! ich zieh nach bayern...

Vielen Dank fürs Gespräch, chüss

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